Monatsarchiv für Mai, 2006

Sparsame Computer braucht das Land!

Der Fortschritt der Technik schreitet immer schneller voran; Technik, die vor 2 Jahren noch zur Spitze der Entwicklung zählte, ist heute schon für jedermann erschwinglich. Die Ausstattung von günstigen PCs nimmt auch (oder gerade) im Consumer Bereich enorm zu.

Doch eines hat sich in den letzten Jahren verschlechtern: Die Leistungsaufnahme von PCs hat sich enorm erhöht. War vor 5 Jahren ein 200W Netzteil noch genug um einen aktuellen PC zu betreiben gibt es inzwischen 600W Netzteile. Ich habe den Stromverbrauch meines PCs einmal nachgemessen (AMD AthlonXP 2500+, 1024MB DDR, X1600Pro, 160GB Samsung, 200GB Maxtor, LiteOn 52327S, BenQ DW1640) und kam im Normalbetrieb auf ca. 130W!

Eine aktuelle X1900XT Grafikkarte von ATi braucht z.B. maximal 110W, ein Pentium D 940 maximal 144W! Damit wurden früher 4 CPUs betrieben…
Doch was für Möglichkeiten gibt es, den Stromverbrauch zu senken?

Nun zunächst muss man sich immer die Frage stellen, ob man wirklich so viel Rechenleistung benötigt. Budget-Produkte wie Celerons oder Semprons oder auch Mainstream Produkte wie ein Athlon64 3500+ haben meist einen niedrigeren Stromverbrauch als die aktuellen High-End Prozessoren. Wieso? Oft sind sie mit diesen verwandt, und besitzen nur einen niedrigeren Takt, was zu einem niedrigeren Stromverbrauch führt. Und wie oft braucht man denn wirklich ein X2 4800+? Nur in 1-10% der gesamten Zeit, in der der PC läuft.
Als Verbraucher kann man da ein Zeichen setzen, indem man der Umwelt, und dem Portmonnaie zu Liebe auf einen günstigen Prozessor zurückgreift.

Zusätzlich kann man sich als Verbraucher doch selbst dafür entscheiden, nur “energiefreundlichere” Produkte einzusetzen. AMD Prozessoren sind in der Regel sparsamer als ihre Intel Konkurrenten. Doch auch Intel hat die Zeichen der Zeit erkannt und setzt mit den neuen Core Prozessoren wieder auf mehr Leistung pro Watt. AMD hat im Gegenzug eine neue Serie der Athlon64 Prozessoren für den AM2-Sockel angekündigt, die nur 35W verbrauchen sollen. Endlich! Ich glaube, die Hersteller haben verstanden, dass es nicht immer nur auf das letzte Zehntelprozent an Leistung ankommt, sondern auch auf den sparsamen Umgang mit Energie.

… und letztendlich profitiert von dem energiebewussten Handeln nicht nur die Natur, sondern auch der eigene Geldbeutel!

Alex

bisher 1 Kommentar 29.Mai 2006

JPEGs optimieren (und ohne Qualitätsverlust verkleinern)

Eigentlich dachte ich immer, dass ich mich etwas mit JPEG auskenne, und dass sich eine komprimierte JPEG-Datei nicht ohne Qualitätsverlust weiter verkleinern lässt.

Anscheinend kenne ich mich nicht mit JPEG aus, denn ein kleines Programm namens jpegoptim belehrte mich eines Besseren:
Das Programm erlaubt es einem, JPEG-Dateien zu scannen und zu optimieren. Ohne Qualitätsverlust, ohne großen Aufwand. Bei mir verkleinerten sich die Dateien im Durchschnitt zwischen 5% und 10%, teilweise aber auch um rund 40%. Das klingt vielleicht nicht nach viel, doch gerade in einer Online-Fotogalerie auf einem Webserver ist Speicherplatz immer eng. Außerdem wird so beim Abruf der Fotos weniger Traffic verbraucht. Und auch auf einer Festplatte kann man immer Platz gebrauchen. Also, wieso nicht?

Mich hat es einfach überrascht, dass man aus einem alten Format, von dem man denkt, dass alles herausgequetscht sei, und nichts neues mehr kommt, so viel Potenzial ungenutzt bleibt! 10% weniger Speicherplatz bei gleichbleibender Qualität ist nämlich doch jede Menge!

Ähnliche Programme gibt es auch für PNG-Dateien: PNGCRUSH bzw. OptiPNG. Bei meinem Versuch mit OptiPNG konnte ich im Durchschnitt 10-20% des Speicherplatzes einsparen, sensationell!

Einziger Wehrmutstropfen bleibt bei den Programmen jedoch, dass sie sich nur per Kommandozeile einsetzen lassen, doch dies ist durchaus zu verkraften, wenn man sich das Resultat anschaut!

Jpegoptim: Linux-Version auf http://www.cc.jyu.fi/~tjko/projects.html; Windows-Portierung (mit einigen Nachteilen, z.B. fehlende Wildcards) momentan offline; daher hier direkt der Download der Windows-Version!
OptiPNG: Linux- und Windows-Version auf http://optipng.sourceforge.net/!

Viel Spaß!
Alex

bisher 1 Kommentar 28.Mai 2006

openSUSE 10.1 als DVD + Cover

Am 11.5. ist openSUSE 10.1 als 5 CD Version + AddOn-CD mit Non-OSS Inhalten erschienen. 6 CDs sind jedoch ziemlich viel, wenn man bedenkt, dass der gleiche Inhalt auf eine einzige handelsübliche DVD-R passen würde.

Da ich mir die 6 CD-Images schon heruntergeladen hatte, habe ich mir aus den ISOs mit makeSUSEdvd und mithilfe der Anleitung in der openSUSE-Wiki einfach selber ein DVD-Image erstellt. Wenn man gemäß der Anleitung vorgeht, ist es gar nicht so schwer. Doch vielleicht schreckt dies doch einige Laien ab.
Deshalb wurde gestern von Novell auch offiziell ein DVD-Image von openSUSE 10.1 veröffentlicht. Es gibt sowohl eine i386 als auch eine x86-64 Version, beide sind unter anderem auf folgendem Server zu finden:
http://ftp-1.gwdg.de/pub/opensuse/distribution/SL-10.1/non-oss-dvd-iso/

Viel Spaß beim Downloaden und Arbeiten mit openSUSE 10.1!

Alex

Edit 21.5.06: Da ich im Internet kein Cover für die openSUSE 10.1 DVD gefunden habe, habe ich mir selber ein Cover erstellt, viel Spaß beim Ausdrucken:

Free Image Hosting at www.ImageShack.us

bisher 6 Kommentare 19.Mai 2006

Kuranyi+10

Mir ist die Fußballaufstellung der Nationalmannschaft eigentlich völlig egal. Doch eine Sache freut mich wahnsinnig: Kevin Kuranyi ist bei vielen Werbekampagnen aufgetreten und nun gar nicht Teil der Mannschaft. Klassische Fehlinvestition für die Sponsoren! Wunderbar!

Eine schönere Ironie als dieses Bild von Adidas kann es nicht geben:

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Kuranyi+10≠Nationalmannschaft! Schadenfreude kann etwas sooo schönes sein!
Alex

bisher 4 Kommentare 15.Mai 2006

Freie Bücher im Internet finden

Da das Urheberrecht auf Bücher (in Deutschland) 70 Jahre nach dem Tod seines Autors verfällt, sind die meisten Werke, die bis zum Ende des 19.Jahrhunderts veröffentlicht wurden, bereits frei zugänglich. Doch wo finden?

Was nützt einem das Wissen über das Recht die Werke frei zu nutzen, wenn sie nicht auffindbar sind? Da sich bisher keine unabhängige, gut funktionierende Suchmaschine für "public domain"-Texte im Internet gebildet hat, bleibt einem oft nichts anderes möglich, als die großen Seiten der Branche abzugrasen. Doch keine Angst, in den meisten Fällen wird man schnell fündig. Hier mal eine Übersicht über meine wichtigsten Quellen für "freie Bücher":

http://www.gutenberg.org/
Die beeindruckenste Seite mit meist englischspachigen Texten.

http://www.gutenberg.org/browse/languages/de
Die deutschen Texte der obengenannten Seite.

http://www.digbib.org/
Großteils deutsche Standardwerke; noch recht klein.

http://books.google.de/
Natürlich bietet sich auch Googles Buchsuche und Googles Bibliothek an, doch auch hier sind es vorwiegend englischspachige Werke. Finde ich persönlich nicht besonders gelungen, findet (bei mir) recht wenig sinnvolles.

http://www.meyers-konversationslexikon.de/
Der Versuch "Meyers Konversationslexikon" in der Ausgabe von 1888 zu digitalisieren. Sozusagen eine veraltete Wikipedia.

http://1911encyclopedia.org/
"Encyclopedia Britannica" aus dem Jahr 1911. Siehe "Meyers Konversationslexikon".

http://wiki.netbib.de/coma/StartSeite/
Wiki als Sammelpunkt für weitere Recherchen zu freien Büchern, sehr umfangreich.

http://de.wikisource.org/
Wikisource ist ein Teil des Wikimedia Projekts und steht somit in "Verwandschaft" mit der Wikipedia. Hier werden deutschsprachige oder ins Deutsche übersetzte "Quellen" gesammelt. Empfehlenswert!

http://gutenberg.spiegel.de/
Projekt-Gutenberg, möchte sich als deutsche Alternative zum Gutenberg-Projekt entwickeln. Doch Vorsicht: Die Betreiber namens Hille+Partner behaupten, dass sie einen urheberrechtlichen Anspruch auf die veröffentlichten Werke und ihre Formatierung und Verlinkungen haben. Daher ist es auch verboten, komplette Texte herunterzuladen und weiter zu verbreiten. Sehr fraglich! Lieber nur im Notfall benutzen ;-) !

Wenn ihr keine Klassiker sucht, sondern Bücher, die gleich gemeinfrei veröffentlicht werden/wurden, seid ihr auf folgenden Seiten richtig:

http://www.oreilly.com/openbook/
Der Computerbuchverlag O’Reilly hat einen Teil seiner Computerbücher gemeinfrei veröffentlicht. Ein paar wenige deutsche Bücher sind dabei.

http://de.wikibooks.org/
Wikibooks, auch mit der Wikipedia verwandt, veröffentlicht auch regelmäßig jede Menge interessante (deutschsprachige) Bücher! Jeder kann mithelfen!
Im Zweifelsfall gibt es immer noch das ganz normale Google, mit dem man das Web auch einfach durchsuchen kann. Oft wird man auch da fündig!

Edit 30.9.2007: http://www.zeno.org/
Neue Webseite mit alten Lexika, inzwischen gemeinfreier Literatur, philosophischen Essays, alten Geschichtsbüchern und vielem mehr. Auf jeden Fall einen Blick wert!

Viel Glück bei eurer Suche!

bisher 7 Kommentare 14.Mai 2006

openSUSE 10.1 erschienen

Am heutigen Donnerstag, den 11.5.2006, wurde openSUSE 10.1 mit mehreren Wochen Verspätung veröffentlicht. Für mich ist dies der Punkt, wieder mal eine Linux-Distribution zu installieren, nachdem ich zuletzt noch mit SUSE 9.2, Ubuntu 5.08 und für meinem Downloadserver mit DSL 2.3-Basis rumexperimentiert habe. Wahrscheinlich steige ich nun endgültig auf Linux um, und werde mein XP nur noch für ein paar Spielchen zwischendurch und zum Brennen benutzen (wieso für’s Brennen? Weil es für meinen DW1640 von BenQ eine interessante Spezialsoftware für Windows gibt, mit der man die Qualität des Brennens verbessern kann).

Ganz egal, hier der Downloadlink (auch wenn openSUSE 10.1 offiziell erst im Verlauf des heutigen Tages erscheint): http://ftp-1.gwdg.de/pub/opensuse/distribution/SL-10.1/iso/

Viel Spaß!

Alex

P.S.: Wow, ich war schneller als Golem und Heise ;-) !

bisher 1 Kommentar 11.Mai 2006

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