Monatsarchiv für Juli, 2006

Windows Vista: “so double the killer delete select all”

Das Pressekonferenzen und Präsentationen von Microsoft manchmal etwas komisch ablaufen weil die Technik nicht mitspielt (Bluescreen bei Windows 98 Vorstellung) oder weil Steve Ballmer mal wieder durchdreht (“I Love this Company” / “Developers”) ist ja fast schon normal.

Heute gab es mal wieder was für uns: Windows Vista soll eine integrierte Spracherkennung bekommen. Leider ist diese noch nicht ganz ausgereift, so dass der Versuch “Dear Mom” zu schreiben insgesamt zu dem Satz “Dear aunt, let’s set so double the killer delete select all” führte. Also nah dran… Für Microsoft-Verhältnisse ist dies wahrscheinlich eine finale Version.

Wie der Kommentator schon so treffend festgestellt hat: Und wir wundern uns, dass Microsoft Vista verspätet ist?

Alex

bisher 2 Kommentare 31.Juli 2006

Sozialcourage

Dass es nicht nur in der deutschen Gesellschaft verbreitet ist wegzuschauen, beweist folgendes Video:

Lustig finde ich diesen Ausschnitt nur begrenzt, eher schockierend oder verwundernd. Für mich ist dies eine unterlassene Hilfeleistung. Das Verhalten ist jedenfalls symptomatisch für unsere Zeit!

Alex

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Der Despotismus

“Der Despotismus ist bequemer als die Freiheit, wie das Laster bequemer als die Tugend ist.”

Friedrich Heinrich Jacobi

bisher 1 Kommentar 29.Juli 2006

Lokalisten – Freunde per Klick

Dass Seiten wie Oranjes Bye Bye oder Svens WM Wette momentan populär sind, wissen wir ja. Und dass diese Seiten keinen wirklichen Sinn haben, wissen wir auch. Die gute alte Mundpropaganda wirkt leider auch im Internet (Stichwort “Virales Marketing”) sehr gut.

Ein ähnliches Prinzip der Verbreitung verfolgt auch die Seite “lokalisten.de” (die allerdings keine Werbung enthält). Hier kann man eine Liste mit Freund- und Bekanntschaften anlegen, Freunde mit ähnlichen Interessen kennenlernen oder nach alten Bekannten suchen.
Doch was soll bitte eine Seite wie lokalisten.de bringen? Welchen Sinn hat die Seite? Welchen Nutzen habe ich als Nutzer von lokalisten.de?

Ich weiss es nicht. Bis heute sehe ich keinen Nutzen, den man aus dem lokalisten-Netzwerk ziehen kann. Und doch, die Community erfreut sich einer ungebremsten Beliebtheit. Viele, fast alle, meiner Freunde sind auf lokalisten.de unterwegs. Aber wieso?

Eine Funktion, eine Eigenschaft hält die “Leute” bei den lokalisten oder anderen “Freunde-Seiten” (Stichwort: “Du gehörst zu meinen Freunden”): Die Möglichkeit, seine Freunde zu “zählen”, eine Liste zu erstellen, diese Liste zu präsentieren, sich selbst zu präsentieren. Die Anzahl der Bekanntschaften wird zum Status-Symbol. Freundschaften werden zu einer weiteren Möglichkeit sich selbst bestätigt zu fühlen reduziert. Die Unsicherheit einer ganzen Generation spiegelt sich bei den lokalisten wieder. Einer Generation, die nach Bestätigung, Annerkennung und Respekt sucht. Jugendliche, die sich einmal im “echten Leben” gesehen haben, sind auf einmal dickste Freunde, nur um die Liste ihrer Freundschaften möglichst lang erscheinen zu lassen.

Doch den Charakter und die sozialen Kompetenzen eines Menschen kann man nicht über das Internet messen. Echte Freundschaften zeigen sich nicht über die Bekanntschaft in einem System wie den lokalisten. Echte Freundschaften müssen im echten Leben reifen und sich beweisen. Dafür braucht man keinen lächerlichen Klick im Internet. Wie viele von den lokalisten Bekanntschaften würden einem in einer echten Notsituation helfen, wie viele? Und wie viele “echte” Freunde würden einem helfen? Sicherlich mehr. Und um Freunde zu finden sollte man immer noch die eigenen vier Wände verlassen und die Welt erkunden, anstatt vor dem PC ein scheinbar glückliches Leben voller Pseudo-Freunde und Internetbekanntschaften zu führen!

Wer jedes Freund sein will, ist niemandes Freund.

Gottlieb Konrad Pfeffel

Ich danke euch, Freunde ;-)

Alex

bisher 5 Kommentare 21.Juli 2006

Gott

“Gott ist das einzige Wesen, das, um zu herrschen, nicht selbst zu existieren braucht.”

Charles Baudelaire

bisher 1 Kommentar 10.Juli 2006

Die Zensur

Ab sofort findet ihr hier mindestens wöchentlich ein interessantes Zitat einer großen Persönlichkeit. Viel Spaß (beim Nachdenken)!

„Die Zensur ist das lebendige Geständnis der Großen, dass sie nur verdummte Sklaven, aber keine freien Völker regieren können.“

Johann Nestroy

bisher 2 Kommentare 05.Juli 2006

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