“XIO: fatal IO error 104″ in Ubuntu

22.August 2006

Wer heute Ubuntu upgedatet hat, bekam eine Fehlermeldung, die in etwa so aussah:

Fatal server error:
no screens found

XIO: fatal IO error 104 (connection reset by peer) on X server “:0.0″ after 0 request, 10 known processed 1 with 0 events remaining.

Das Ganze ist auf das Paket xserver-xorg-core zurückzuführen, welches nach dem Update nicht funktionierte. Wenn ihr jetzt also nur noch mit Kommandozeile dasteht, und nicht mehr in die grafische Oberfläche zurückkehren könnt, ist es möglich, ein Update von Hand einzuspielen.

Bitte in die Kommandozeile nacheinander folgende Befehle eingeben:

wget -c http://people.ubuntu.com/~rodarvus/packages/dapper/xorg-server/xserver-xorg-core_1.0.2-0ubuntu10.4_i386.deb
wget -c http://people.ubuntu.com/~rodarvus/packages/dapper/xorg-server/xserver-xorg-dev_1.0.2-0ubuntu10.4_i386.deb
sudo dpkg -i xserver-xorg-core*.deb

Danach sollte alles wieder funktionieren. Ich finde, dass solche Fehler bei einer Distribution wie Ubuntu nicht passieren dürfen. Wer nicht gerade mehrere PCs hat und das Ubuntu Forum kennt, um nach der Lösung zu suchen, steht vor einem riesigen Problem. Hoffen wir, dass das ein Einzelfall bleibt!

Alex

P.S.: Die Diskussionen im offiziellen Ubuntuforum findet ihr hier und hier. Am 25.8. berichtete auch Golem über das Problem.

bisher 3 Kommentare Eigenen Kommentar schreiben

  • 1. Bitmuncher  |  10.September 2006 at 13:46

    Das Problem wurde nach Auftreten des Fehlers auch auf der Ubuntu-Seite ganz gross in einem roten Kasten angezeigt und auch gleich mit einem Link zur Loesung: http://www.ubuntu.com/FixForUpgradeIssue Man musste also nur die Ubuntu-Seite kennen um das Problem zu loesen. Sowas kann einem Distributor schonmal passieren. Niemand ist fehlerfrei. Du kannst ja gern mal eine Distro erstellen und verwalten, damit du mal eine Ahnung hast, was es heisst sowas zu machen. Spaetestens dann wirst du mit Saetzen wie: “Ich finde, dass solche Fehler bei einer Distribution wie Ubuntu nicht passieren dürfen.” ganz vorsichtig sein.

  • 2. Alexander Franke  |  10.September 2006 at 18:19

    Ich habe sehr viel Respekt vor der Arbeit aller Ubuntu-Helfer, benutze die Distribution selber und bin sehr zufrieden damit. Trotzdem sollte man versuchen, solche Unannehmlichkeiten zu vermeiden, wenn man nicht jede Menge Linux-Anfänger mit nur einem PC verlieren will. Wie hätte dieser die Lösung finden sollen? Selbst wenn er die Ubuntu-Homepage kennt, wäre er nicht in der Lage gewesen, dort eine Lösung zu finden, da er gar nicht erst in die grafische Oberfläche gekommen wäre..
    Mit solchen Fehlern bietet man doch Microsoft nur jede Menge Angriffsfläche (“Linux ist nicht reif für den Endanwender” usw…).

    Aber ich denke, die Ubuntu-Entwickler haben Konsequenzen aus diesem Zwischenfall gezogen und zukünftig wird so etwas nicht mehr passieren.

    Und immer damit trösten: Mit Windows wäre nach so einem Update der Bildschirm gleich schwarz geblieben ;-)
    Alex

  • 3. Blabla  |  11.September 2006 at 13:26

    oder man macht sich sein eigenes Linux :-)
    Kompiliert alles selber, dann hat man keine solchen Probleme – dafür viele andere :-D

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