Monatsarchiv für Juni, 2007

Wer Bombe sagt, plant einen Anschlag

Am Samstag, den 23.6.2007 war Tag der offenen Tür im Bundesrat in Berlin. Da wir von der Schule aus gerade auf einer Bildungsreise in Berlin waren, ergriffen wir natürlich die Möglichkeit, diese berühmte Institution zu besichtigen. Dabei musste man, wenn man das eigentliche Sitzungsgebäude besichtigen wollte, die “üblichen” Sicherheitskontrollen (Metalldetektoren) durchqueren. Vor den Sicherheitskontrollen wurden jedoch Heliumluftballons verteilt, welche natürlich mit ins Gebäude genommen werden konnten.

Dabei geschah es, dass kurz nachdem ich die Sicherheitskontrolle durchquert hatte, ein Luftballon irgendwo hinter mir mit einem lauten Geräusch platzte. Ich schrie mit Leibeskräften leicht affektiert “Eine Bombe!” was die Sicherheitskräfte für einige Sekundenbruchteile ernsthaft zu verunsichern schien. Ich freute mich über den Vorfall, schließlich hielt ich die Terrorangst von jeher für ein Hirngespinst. Für mich war die Sache damit erledigt.

Wenige Sekunden später kommen zwei Polizeibeamte auf mich zu und sprechen mich, natürlich reichlich rüde, auf den Vorfall an. Da ich mich anfangs wenig kooperativ zeige, bitten sie mich, ihnen in eine Ecke zu folgen. Dort unterstellt einer von ihnen mir, eine Straftat begangen zu haben. Entsetzt entgegne ich, dass ich eindeutig keine Straftat begangen habe. Daraufhin wirft man mir vor, eine Straftat geplant zu haben. Auch das verneine ich, schließlich habe ich einfach nur “eine Bombe” gesagt. Ich frage den Polizisten, ob es denn auch eine Straftat sei, “ein Messer” zu sagen und auf welches Gesetz oder welche Verordnung er sich beruft. Er wirkt verunsichert, sein Redefluss beginnt abgehackt zu wirken. Nach einigen Sekunden Überlegens, wirft er mir “Paragraph 306…” entgegen. Ich begegne noch einmal, dass es sich bei meinem Ausruf weder um eine geplante, noch um eine ausgeführte Straftat handeln kann, gebe mich aber gleichzeitig einsichtig und betone, dass ich die Bedenken der Beamten an einem solchen Ort natürlich verstehen kann. Der Beamte sagt, etwas kleinlaut und dennoch bestimmt, dass man die Sache damit als erledigt ansehen würde und wünscht mir noch einen schönen Tag. “Danke, Ihnen auch.”.

Paragraph 306 des Strafgesetzbuches sagt folgendes:

(1) Wer fremde

1.Gebäude oder Hütten,
2.Betriebsstätten oder technische Einrichtungen, namentlich Maschinen,
3.Warenlager oder -vorräte,
4.Kraftfahrzeuge, Schienen-, Luft- oder Wasserfahrzeuge,
5.Wälder, Heiden oder Moore oder
6.land-, ernährungs- oder forstwirtschaftliche Anlagen oder Erzeugnisse

in Brand setzt oder durch eine Brandlegung ganz oder teilweise zerstört, wird mit Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren bestraft.

(2) In minder schweren Fällen ist die Strafe Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren.

Dieser Tatbestand lag also eindeutig nicht vor. Schließlich hatte ich weder einen Anschlag geplant noch ausgeführt. Trotzdem drohte mir die Polizei. Ohne ein begangenes Verbrechen. Aus Angst vor dem allgegenwärtigen Terror, der angeblich hinter jeder Ecke, in jeder Tasche, unter jeder Schuhsohle lauern kann. Wegen einer kleinen Aktion, welche die Lächerlichkeit der Sicherheitsgesetzgebung und der öffentlichen Terrorpanik aufzeigen sollte. Und es auch tat.

Alex

bisher 9 Kommentare 25.Juni 2007

PM-Magazin entdeckt Stahlatome

Schenkt man der Homepage von PM Glauben, so gibt es Stahlatome.

Die Wikipedia sagt folgendes:

Stahl bezeichnet alle metallischen Legierungen, deren Hauptbestandteil Eisen ist, und die als zweites Legierungselement Kohlenstoff mit einem Anteil unter 2% enthalten.

Hm, einer von beiden lügt.

bisher 8 Kommentare 15.Juni 2007

Ein Fall für den Kommunikationswissenschaftler

Coooy: also folgendes:
Coooy: tassilo fragt mich, ob ich alexs nummer hab
Coooy: ich denke, er benötigt sie um dort anzurufen
Coooy: gebe ihm meine um ihn zu pwnen
Coooy: 30s später ruft die lucy an
Coooy: ich verwirrt, sie verwirrt

madmax: LOL
Coooy: sie hat mit dem ludwig telefoniert, weil sie die nummer vom alex haben wollte, der hat sie an den tassilo weitergegeben
Coooy: ich hab dem tassilo meine nummer gegeben, er ihr meine, sie hat mich angerufen, und ich hab dich nach alexs nummer gefragt ^^
Coooy: pwned

madmax: ROFL

Kommt vielleicht nicht so gut raus: Die Kommunikation zwischen Tassilo und Coooy lief per ICQ ab. Nachdem Coooy mit madmax gechattet hatte, konnte Coooy dann aber meine Nummer, per Telefon, an Lucie weitergeben, und die hat mich dann angerufen.

Letztendlich hat eben doch alles geklappt – nur über einen “kleinen” Umweg…

bisher 1 Kommentar 13.Juni 2007

Neue lukrative Adsense- und Adwords-Alternative: Contaxe

Aus der Schweiz kommt eine neue Alternativefür Affiliates und Merchants, welche bisher auf Adsense und Adwords von Google zurückgreifen (mussten):

Das Ganze nennt sich Contaxe und bietet einige nette Neuerungen. So soll man die Werbeeinblendungen von Hand optimieren können, die Verwaltung soll einfacher und der Missbrauch des Systems schwieriger werden.
Besonders interessant ist jedoch die “Contaxe Lifetime Provision”: So wird man mit 12% an den Werbeumsätzen aller geworbenen Publisher/Affiliates beteiligt – und dies ein Leben lang. Vielleicht ein netter zusätzlicher Nebenverdienst?

Ob sich die Seite in der Praxis als echte Alternative etablieren kann und wie hoch die durchschnittliche Bezahlung pro Klick liegt, wird sich ab 1.7.2007 zeigen – dann startet der Dienst nämlich. In jedem Fall gilt: Konkurrenz belebt das “Web 2.0″-Geschäft. Interessenten können sich bereits jetzt auf der Seite registrieren.

Alex

P.S.: Die Auszahlungsgrenze liegt bei 50€ – und damit im Vergleich zu den 100$ (ca. 75€) von Google relativ niedrig. Möglicherweise ein Vorteil für kleinere Homepages.

bisher 3 Kommentare 11.Juni 2007



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