Die Sparkassen-Staatssicherheit
Heute morgen bekommt meine Mutter einen Anruf von der Sparkasse. Auf ihrem Girokonto wäre gestern ein relativ hoher Betrag eingegangen (eine Festgeldanlage ist ausgelaufen und der zugehörige Betrag wurde auf das Girokonto zurückgebucht), ob sie das Geld nicht bei der Sparkasse in speziellen Finanzprodukten anlegen wollte (im Übrigen völlig unlukrativ).
Überprüfen die Bankmitarbeiter routinemäßig das aktuelle Guthaben der Kunden? Rein gefühlsmäßig halte ich das für nicht rechtens… Es juckt mich fast in den Fingern, bei dem Verwendungszweck von Überweisungen zukünftig Begriffe wie “Terroranschlag” oder “Bombe” einzutragen. Ich kann mich wirklich unglaublich über diesen Vorfall echauffieren! Wie kommt man auf so etwas? Das grenzt für mich wirklich an unerlaubte Ausspitzelung.
Apropos Datenschutz bei der Sparkasse. Vor einigem Jahren sind meine Eltern einmal umgezogen, mein Vater sollte die Kaution der Mietwohnung bar zahlen. Er geht also zur Sparkasse an den Schalter und will sich das Geld auszahlen lassen. Die zuständige Bankmitarbeiterin verschwindet in einen Nebenraum, um das Geld zu holen. Als sie zurückkommt, ruft sie ein wenig verwirrt durch die Filiale (in der weitere Kunden anstanden und an Schaltern bedient wurden) “Wer war denn hier nochmal der Mann mit dem riesigen Geldbetrag?”.
Wenn’s um Geld geht – Sparkasse? Na vielen Dank auch.
bisher 1 Kommentar 24.July 2008