Spaßpartei macht ernst
31.Januar 2009
8,0% in Bayern und damit Wiedereinzug in den Landtag Bayerns. 16,2% in Hessen. Prognosen sehen die selbsternannte Volkspartei FDP nun auch bundesweit bei 16%.
Wie kam es dazu? Es kann nur eine Erklärung geben. Als Partei der postmaterialistischen Klientel hat die FDP schon früh vor den Exzessen des freien Marktes gewarnt; war sie die einzige Partei, die Privatisierungen deutlich kritischer gesehen hat und strengere Finanzmarktregeln forderte. Die einzige Interessensvertretung des kleinen Mannes, die immer darauf gepocht hat, den Markt nicht sich selbst zu überlassen und Partikularinteressen nicht dem Gemeinwohl voranzustellen. Und so wird auch klar, warum die Wähler nun, wo die Doktrin des freien Marktes endgültig überholt ist, die Kompetenz zur Behebung der Finanz- und Wirtschaftskrise primär bei CDU & FDP sehen.
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1. max | 31.Januar 2009 at 17:37
Hallo Alexander,
ich weiß nicht, ob ich dir da zupflichten kann.
Ich denke die FDP hatte, vor allem in Bayern, deshalb die Gunst der Wähler auf ihrer Seite, weil sie frischen Wind in ein verstaubtes System festgefahrener politscher Strukturen bringt. Die FDP hat als Partei schon immer große Konstanz bewiesen.
So hat sie auch im aktuellen Fall schon vor der Wahl ihre starke Opposition zur CSU thematisiert (“Der stärkste Kontrast zu Schwarz”) und hiellt auch dann, als sie zu den Gewinnern der Wahl zählte, an ihren Grundsätzen fest: Sie distanziert sich nicht nur von der CSU, welche leider immernoch stärkste Partei ist, nein, sie geht noch weiter. Die FDP koaliert mit der CSU.
So viel Standhaftigkeit und Ehrlichkeit ist heute in der Politik leider selten geworden und das wissen auch die Wähler… ;)
Im Ernst: ein sehr gelungener Beitrag!
Von der Blauäugigkeit und dem Unwissen der Wähler, sowie blinde Idealismus einer Partei =)
Gruß,
max
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