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Die Sparkassen-Staatssicherheit

Heute morgen bekommt meine Mutter einen Anruf von der Sparkasse. Auf ihrem Girokonto wäre gestern ein relativ hoher Betrag eingegangen (eine Festgeldanlage ist ausgelaufen und der zugehörige Betrag wurde auf das Girokonto zurückgebucht), ob sie das Geld nicht bei der Sparkasse in speziellen Finanzprodukten anlegen wollte (im Übrigen völlig unlukrativ).

Überprüfen die Bankmitarbeiter routinemäßig das aktuelle Guthaben der Kunden? Rein gefühlsmäßig halte ich das für nicht rechtens… Es juckt mich fast in den Fingern, bei dem Verwendungszweck von Überweisungen zukünftig Begriffe wie “Terroranschlag” oder “Bombe” einzutragen. Ich kann mich wirklich unglaublich über diesen Vorfall echauffieren! Wie kommt man auf so etwas? Das grenzt für mich wirklich an unerlaubte Ausspitzelung.

Apropos Datenschutz bei der Sparkasse. Vor einigem Jahren sind meine Eltern einmal umgezogen, mein Vater sollte die Kaution der Mietwohnung bar zahlen. Er geht also zur Sparkasse an den Schalter und will sich das Geld auszahlen lassen. Die zuständige Bankmitarbeiterin verschwindet in einen Nebenraum, um das Geld zu holen. Als sie zurückkommt, ruft sie ein wenig verwirrt durch die Filiale (in der weitere Kunden anstanden und an Schaltern bedient wurden) “Wer war denn hier nochmal der Mann mit dem riesigen Geldbetrag?”.

Wenn’s um Geld geht – Sparkasse? Na vielen Dank auch.

bisher 1 Kommentar 24.Juli 2008

Der fadenscheinige Bewusstseinswandel der Neoliberalen

Jahrelang wurden von den “Markt”schreiern des Neoliberalismus Globalisierung, Privatisierung und Liberalisierung gepredigt. Und die Doktrin ging auf. Es schien, als hätte der Staat seine Funktion als Kontrolleur der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verloren. Nach dem Staat riefen nur die Altmodischen, die Unbelehrbaren, die dogmatischen Linken, aber die gab es ja schließlich immer.

Und so kam es, dass der Markt sich selbst entfesselte. Heute werden in den USA die Folgen des im wahrsten Sinne des Wortes entfesselten Marktes sichtbar: Die Finanzkrise zieht täglich weitere Unternehmen in den Strudel, ein Ende ist nicht in Sicht. Und die neoliberalen Marktschreier sind am Ende ihres Lateins.

Auf einmal werden Rufe nach einem großflächigen Eingriff durch Notenbanken und Regierungen laut. Es rufen dieselben Personen, die vor wenigen Jahren noch selbstbewusst und vorlaut das Ende des klassischen Sozialstaates prophezeit hatten. Nun sollen alle die Folgen der kurzsichtigen Ausrichtung großer Finanzunternehmen mittragen. Der Staat ist gefordert, und zwar auf breiter Linie. Wenn selbst Josef Ackermann einen Eingriff durch den Staat beschwört, muss es schlecht stehen um die Weltwirtschaft. Man muss es sich auf der Zunge zergehen lassen: Die Ideologen des freien Marktes schreien nach staatlicher Regulierung.

Was soll der Staat also tun? Intervenieren? Oder doch die harten Folgen der Finanzkrise aussitzen? Die Folgen trägt die Bevölkerung, so oder so: Weitet sich die Krise tatsächlich zu einer Weltwirtschaftskrise aus, dann sind Arbeitnehmer auf breiter Front von Entlassungen betroffen. Aber selbst wenn die Folgen der Krise durch die Intervention von Zentralbanken verringert werden könnten, würde auch dies die Bevölkerung auslöffeln dürfen: Die Ausschüttung neuer Finanzmittel in den Geldmarkt würde zu einer weiteren Steigerung der Inflation führen, und dies eine Senkung des Reallohnniveaus verursachen. Aber eine komplette Eindämmung der Krise durch Finanzspritzen ist sowieso so gut wie ausgeschlossen: Stattdessen würden die Finanzspritzen nur eine kurzfristige Erholung auf den Finanzmärkten verursachen, die eigentliche Krise jedoch mit fast unverminderter Geschwindigkeit auf die Weltwirtschaft zurollen.

Stellt sich der Staat tatsächlich auf die Seite der Unternehmen, so beweist er einmal mehr, dass seine Unabhängigkeit schon lange untergraben ist. Stattdessen sollte er Härte zeigen und den Unternehmen klarmachen, dass sie die Verfechter des bestehenden Systems waren und sind. Es kann nicht sein, dass die Staaten und somit ihre Bevölkerung nur in schwierigen Zeiten zur Lösung privatwirtschaftlicher Probleme zu Rate gezogen werden. Solange die Weltwirtschaft boomt, verhalten sich die Unternehmen nach Gutdünken und kaum werden die Folgen ihres globalen Scheitern sichtbar, muss der Staat eingreifen? Es darf keine Unterstützung geben. Ganz oder gar nicht. Kapitalismus mit all seinen Folgen oder eben eine sozialstaatliche Lösung, bei welcher der Staat die Kontrolle über die Wirtschaft in der Hand behält. Greift der Staat jetzt ein, so erhält er ein System am Leben, welches gerade beweist, dass es alleine eben nicht lebensfähig ist, und welches den Staat als Verhandlungspartner in allen anderen Situationen ablehnen würde. Die aktuelle Situation ist eine Kapitulation des “Turbokapitalismus”: Ohne Staat geht es nicht, das gestehen sich momentan insgeheim auch die Unternehmensführer ein. Das darf dann aber nicht nur in einer solchen Notsituation gelten, sondern generell, auch in Zeiten der wirtschaftlichen Prosperität. Man muss die Neoliberalen also fragen: Wollt ihr einen Staat mit wirtschaftspolitischen Vollmachten oder nicht? Staatliche Regulierung oder einen gänzlich freien Markt? Man kann nicht beides gleichzeitig haben.

bisher 6 Kommentare 18.März 2008

Zweifel an Korrektheit der Vorwahl in New Hampshire steigen

Nachdem vergangenen Dienstag in New Hampshire, überraschend für alle Demoskopen, Hillary Clinton mit ca. 3% Vorsprung vor Barack Obama die Vorwahl der demokratischen Bewerber für das Präsidentschaftsamt gewann, werden inzwischen Zweifel am Wahlergebnis laut.

Dabei ist besonders die Diskrepanz des Stimmverhältnisses zwischen von Hand und per Computer gewählten Stimmen auffällig. Bei den von Menschen ausgezählten Wahlzetteln führt Barack Obama mit 4% Vorsprung vor Hillary Clinton, bei den digitalen Wahlzetteln behauptet Hillary Clinton einen Vorsprung von 4% vor Konkurrent Obama. Interessanterweise ergibt sich bei allen anderen Bewerbern keine so deutliche Differenz zwischen den Ergebnissen (was allerdings auch an der verhältnismäßig kleinen Anzahl von Wählern liegen könnte). Dass zusätzlich eine Diskrepanz von 14% zwischen Prognosen und Endergebnis bestehen soll, scheint zumindest verwunderlich. Die genauen Ergebnisse der Wahl, inklusive des Vergleichs Computer- und Handauszählung, lassen sich auf folgender Webseite betrachten: http://ronrox.com/paulstats.php?party=DEMOCRATS

Seit Jahren besteht der Vorwurf, dass Diebold-Wahlcomputer unzuverlässig arbeiten und für eine Wahl dementsprechend eigentlich nicht eingesetzt werden sollten. Dennoch sollen diese Zahlen nicht verleiten, die Wahl von Hause aus als manipuliert abzustempeln. Stattdessen sollten die Verdachtsmomente untersucht und das bestehende Ergebnis verifiziert werden. Wie die Mainstream-Medien mit diesem Thema umgehen, oder ob sie es gänzlich umgehen, bleibt abzuwarten. Der bisher einzig deutschsprachige Artikel zum Thema wurde von nachrichten.ch veröffentlicht.

bisher 38 Kommentare 10.Januar 2008

Lustiges Fehlersuchspiel im ZDF

Peinliches Missgeschick der ZDF-Heute Redaktion. Kurz vor Ende der Sendung wurde das Malheur jedoch behoben.

Aufgezeichnet am, genau, “10. Okober 2007″ kurz nach 19 Uhr.

bisher 10 Kommentare 28.Oktober 2007

Contra für Pro7

Der Klimawandel ist in aller Munde. Auch Pro7 (der Sender mit der einzigartigen Stochastik) fühlt sich offenbar dazu berufen, eine eigene Klimaschutz-Kampagne ins Leben zu rufen: CO2NTRA – Mit Galileo das Klima schützen.

Prinzipiell eine gute Sache, spricht ein Sender wie Pro7 mit Sendungen wie Galileo ja eine breite Zielgruppe an, die sonst möglicherweise schwer für ein zukunftbewussteres Handeln zu gewinnen ist.
Und doch ist die Aktion nicht mehr als eine riesige Farce: In der Sendung Galileo werden regelmäßig absolut sinnlose und lächerliche Experimente durchgeführt: Da werden Klohäuschen gesprengt, Tiermägen mit Nahrungsmitteln zum Platzen gebracht, Fernseher in Wasser geworfen, soviel Gewicht an einen Kleinwagen gehängt, bis es den Motor und das Getriebe zerstört und so weiter und so fort.
Die selbe Sendung, die Lebensmittel vernichtet und Autos zerstört möchte uns auf einmal deutlich machen, wie wichtig ein bewusster Umgang mit unserer Umwelt ist? Warum fässt man sich bei Pro7 nicht an die eigene Nase und unterlässt solche ebenso dummen wie sinnlosen Versuche? Wieso nicht mit gutem Vorbild voran gehen? Als offensichtlicher Grund bleibt wohl nur, dass man mit solchem Schwachsinn Quote machen kann. Das ist das Einzige, was wirklich zählt. Ein ökologisches Gewissen besitzt ein Sender wie Pro7 nicht, folglich kann eine Sendung wie Galileo auch inkonsequent handeln. Hauptsache viele Zuschauer. Der Sender behauptet von sich selbst, dass er die Menschen gern unterhält. Da passen Selbstreflexion und Moral offensichtlich nicht dazu.

Freilich muss ein Sender, der im freien Wettbewerb bestehen will, ein massentaugliches Programm gestalten. Aber dann soll er bitte nicht vorgeben, sich um den Klimawandel zu sorgen. So bleibt der fade und bittere Beigeschmack von Doppelmoral zurück.

 

P.S.: Fernseher abschalten und CO2-Ausstoß reduzieren!

bisher 16 Kommentare 29.September 2007

Simyo vs. Fonic vs. Congstar – Prepaiddiscounter im Vergleich

Edit Mai 2010: Startguthaben aktualisiert

Die größte Rolle bei der Entscheidung für oder gegen einen Netzanbieter werden für die meisten Handybenutzer wohl die Kosten des Vertrages oder der Prepaid-Karte spielen. Daher hier ein kleiner Vergleich zwischen den drei wohl berühmtesten Handydiscountern Simyo, Fonic und Congstar:



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FONIC


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Benutztes Netz E-Plus O2 T-Mobile
Einmalige Registrierung 4,90 € 9,95 € 9,99 €
Enthaltene Freiminuten / Startguthaben 55 / 5 € 75 / 6,75 € 111 / 10 €
Telefonie pro Minute
Festnetz 0,090 € 0,090 € 0,090 €
Handynetze 0,090 € 0,090 € 0,090 €
Netzintern 0,090 € 0,090 € 0,090 €
Anruf ins Ausland 0,12 €-0,99 € 0,09 €-0,99 € 1,49 €
Roaming von EU-Land nach Deutschland 0,51 € 0,51 € 0,51 €
Sonstige Länder nach Deutschland 1,49€-2,29€ 1,29€-2,29€ 1,49€-2,99€
Ankommendes Gespräch in EU-Land 0,22 € 0,22 € 0,22 €
Ankommendes Gespräch in sonstigem Land 0,69€-1,69€ 0,69€-0,99€ 0,99€-1,99€
Taktung in Deutschland 60/60 60/60 60/60
Taktung im Ausland 30/1 (EU) 30/1 (EU) 30/1 (EU)


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SMS
In deutsche Mobilfunknetze 0,09 € 0,09 € 0,09 €
Ins deutsche Festnetz 0,09 € 0,09 € 0,09 €
Versand in ausländische Mobilfunknetze 0,20 € 0,19 € 0,29 €
MMS (<300kb) in deutsche Mobilfunknetze 0,39 € 0,39 € 0,39 €
SMS in EU versenden (auch nach D) 0,13 € 0,13 € 0,13 €
SMS im Nicht-EU Ausland versenden (auch nach D) 0,39 € 0,39 € 0,39 €
Mailbox 0,00 € 0,00 € 0,00 €
WAP und Internet
GRPS pro MB 0,24 € 0,24 € 0,35 €
Taktung 10kb 100kb 10kb
Pauschaltarife 9,90€ für 1GB in 30
Tagen
Tagesflatrate für
2,50€
Kein Pauschaltarif
Guthabengültigkeit 12 Monate 6 Monate bzw.
unbegrenzt
Formal unbegrenzt, Kündigung
nach 12 Monaten


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Zwischen den Handydiscountern bestehen heutzutage in Standardsituationen kaum noch Unterschiede. So bietet Simyo nun in im Inland die gleichen Preise wie Fonic und Congstar, andererseits wurde die Taktung bei Simyo auf das Niveau von Fonic verschlechtert, außerdem scheinen die netzinternen Gespräche nicht mehr günstiger zu sein. Diese Preissenkung ist also nicht unbedingt ein Vorteil für Simyo-Nutzer, sollte im Durchschnittsfall jedoch eine Kostenverringerung nach sich ziehen.

Fonic ist in den Fällen günstiger, in denen häufiger in das oder aus dem Ausland telefoniert wird.  Seit Fonic im März hier nochmal eine deutliche Preissenkung eingeführt hat, ist Fonic in diesem Fall den beiden anderen Anbietern deutlich vorzuziehen (EDIT: Simyo hat inzwischen nachgezogen, und bietet Auslandsgespräche ab 12ct/min ab). So telefoniert man in das Festnetz von 50 Ländern (darunter alle EU-Mitglieder, die USA und Kanada, eine genaue Auflistung hier) für nur 0,09€, während Congstar hier 1,99€ verlangt. Die Handynetze dieser Länder sind ebenfalls für 0,29€ erreichbar, auch dies ist wesentlich günstiger als bei Congstar.

Bei Datenverbindungen fällt die schlechtere Taktung von Fonic ins Gewicht. Hier ist Simyo praktisch immer der günstigere Tarif, wenn das Megabyte auch bei beiden Abietern gleich viel kostet (siehe Grafik).

GPRS-Gebühren

Sowohl bei Simyo als auch Fonic existiert ein Pauschaltarif für Datenverbindungen. Während bei Fonic eine Tagesflatrate für 2,50€ existiert (die ab 1GB Volumen auf GPRS-Geschwindigkeit begrenzt wird) und vor allem für punktuelle Vielnutzung attraktiv ist, bietet Simyo ein Pauschalpaket mit 1GB Volumen, welches 30 Tage gültig ist und 9,90€ kostet (=> 1 ct/MB). Dieses Paket kann vor allem dann attraktiv sein, wenn man regelmäßig kleinere bis mittlere Datenmengen abruft (Achtung: Das Simyo-Datenpaket verlängert sich bei ausreichendem Guthaben automatisch, bitte nicht vergessen!). Congstar bietet zum aktuellen Zeitpunkt keinen Pauschaltarif und fällt auch sonst durch seine hohen Gebühren für Internetverbindungen auf.

Die Guthabengültigkeit ist definitiv ein Pluspunkt für Fonic, Congstar verfügt dafür über das beste Netz – nämlich das von T-Mobile, welches vor allem auf dem Land besser verfügbar ist, als das E-Plus-Netz, bei dem häufiger über schlechte Netzabdeckung geklagt wird (Die E-Plus (Simyo) Netzabdeckung ist inzwischen zwar besser als ihr verpönter Ruf, alle Probleme sind jedoch nicht aus der Welt geschafft worden.). Der Empfang hängt natürlich vom persönlichen Standort ab.

Fazit: Geht es nur um das Telefonieren ins Festnetz oder andere Handynetze, sind Simyo, Fonic und Congstar preislich auf einem Niveau. Wer viel surft, sollte sich bei Simyo oder alternativ Fonic umsehen, wer ab und zu ins Ausland telefoniert (und dies nur mit seinem Handy erledigen kann), wird nur bei Fonic oder Simyo fündig. Für Congstar spricht letztlich nur die gute Netzabdeckung, sowohl bei Auslandstelefonaten, Startguthaben als auch Datenverbindungen findet sich Congstar abgeschlagen auf dem letzten Platz. Nutzt man das Handy aber nur zum Telefonieren im Inland, kann Congstar aufgrund seiner Netzabdeckung natürlich dennoch eine sinnvolle Option sein.

bisher 19 Kommentare 15.September 2007

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