Posts gespeichert unter 'Linux'

Interessante Statistiken über (meine) Blogbesucher

Vorab:
Alle veröffentlichten Statistiken sollten nicht als vollständig repräsentativ angesehen werden, bieten aber trotzdem einen interessanten Querschnitt und können daher als tendenziell richtig angesehen werden (Datengrundlage: 10000 Besucher pro Monat des Blogs und Forums). Mit einer gewissen Distanz bieten diese Daten sicherlich eine gute Wissensgrundlage für die Anpassung des eigenen Blogs oder der eigenen Homepage auf die Besucher bzw. deren Software.

Fakt 1: Windows Vista ist im Kommen
So Leid es mir tut, seit Februar kann ich einen stetig wachsenden Anteil an Windows Vista Usern feststellen. Nicht weiter verwunderlich: Viele Neu-PCs werden von Hause aus mit Vista geliefert und Raubkopien kursieren auch im Netz.
Vista-Benutzer

Fakt 2: Auflösungen unter 1024×768 sind out
Nur noch ca. 2% aller Besucher benutzen eine Auflösung, die kleiner als 1024×768 ist. Wenn man nicht gerade einen Nischenblog für Retro-PCs führt, kann man diesen vernachlässigten Anteil für ein übersichtlicheres Layout wohl guten Gewissens in Kauf nehmen. Eine Auflösung von 1024×768 benutzen immerhin ca. 45% aller Besucher, so dass eine Homepage nicht für höhere Auflösungen optimiert werden sollte.
Bildschrimauflösungen

Fakt 3: Windows gibt weiterhin den Ton an
Ca. 90% meiner Besucher benutzen Windows. Davon sind wiederum 85% Windows XP Nutzer. Linux pendelt zwischen 4-5, Mac OS zwischen 2-3 Prozent am Besucheranteil. Ein einseitiges Bild.

Fakt 4: Der Browsermarkt wird von maximal 5 Browsern dominiert
Das größte Stück des Browser-Kuchens teilen sich der Internet Explorer (42%) und Firefox (45%). Weit abgeschlagen rangieren Opera (5%), Safari (1%) und Mozilla (1%). Alle anderen Browser (ca. 20 in Summe) führen ein Schattendasein und teilen sich die restlichen 6%.

Fakt 5: Es gibt nur 4 relevante Rendering-Engines
Der Internet Explorer und seine Addons (AOL-Browser, Crazy-Browser usw.) erreichen hier ca. 43%, die Browser mit einem Gecko-Unterbau (wie z.B. Firefox, Mozilla, Epiphany, Seamonkey) kommen auf 47%, Opera auf 5% und KHTML (Safari, Konqueror) auf 2%.

Fakt 6: Die Updatepolitik der Mozilla Foundation ist sinnvoll
Oft wurde die relativ hohe Zahl an Updates der Mozilla Produkte als Zeichen ihrer mangelnden Reife gedeutet (“das ist ja auch nicht besser als der Internet Explorer…”). Im Gegensatz zu den Updates des Internet Explorers (bei dem die Updates noch wesentlich schwerer nachzuvollziehen sind, im Grunde ist nur der Sprung von 6.0 auf 7.0 sichtbar) werden die Firefox-Updates, dank des halbautomatischen Mechanismus, aber recht schnell angenommen. Noch immer surfen weniger als 40% aller Internet Explorer-Benutzter Benutzer mit der Version 7.0, während im August mehr als 75% der Firefox-User mit der aktuellsten Version 2.0.0.6 surften (ich habe in diesem Fall August und nicht Oktober als Datengrundlage genommen, da der im August keine Firefox-Updates veröffentlicht wurden und ich daher die komplette Monatsstatistik verwenden konnte). Die Mozilla Foundation scheint in dieser Hinsicht also nicht viel falsch zu machen.

Viel Spaß beim Interpretieren der Daten!

bisher 7 Kommentare 01.November 2007

Thunderbird-Extension Lightning parallel unter Windows und Linux nutzen

Um Outlook wirklich ebenbürtig zu sein, fehlt Thunderbird eine Kalenderfunktion. Die Mozilla Foundation entwickelt für diesen Zweck jedoch das Programm Sunbird, welches außerdem als Extension in Thunderbird integriert werden kann und dann den Namen Lightning trägt.

Thunderbird bietet gegenüber Outlook unter anderem den Vorteil, dass es parallel, d.h. mit einem gemeinsamen Profil, unter Windows und Linux benutzt werden kann, falls der Profil-Ordner auf einem von beiden Systemen schreibbaren Laufwerk liegt (z.B. mit FAT32-Formatierung). Startet man Linux und ruft Emails ab, so sind die gleichen Emails nach einem Neustart auch unter Windows sichtbar. Das erspart einem viel Arbeit und Ärger.

Doch leider lässt sich Lightning von Hause aus nicht problemlos in diese funktionierende Umgebung integrieren. Installiert man die für Windows gedachte Lightning-Extension namens lightning-0.5.win32.xpi, so funktioniert sie nur unter WIndows und nicht unter Linux. Installiert man die für Linux gedachte Lightning-Extension lightning-0.5.linux-i686.xpi, so verweigert sie ihren Dienst unter Windows. Abhilfe schafft die Anleitung auf http://wiki.mozilla.org/User:Ssitter/UnifiedLightning, welche sich zwar an Benutzer von Lightning 0.31 richtet, trotzdem hat die Anleitung bei mir auch mit den Lightning 0.5 Builds funktioniert.

Um die Konfigurationsarbeit zu minimieren, stelle ich euch hier die von mir bereits gepatchte Version von Lightning 0.5 zur Verfügung. Die Benutzung erfolgt auf eigene Gefahr. Sollte dieser hier angebotene Download irgendwie mit der Software-Lizenz der Extension kollidieren, wird der Download bei Hinweis sofort entfernt.

Download: lightning-0.5.linux-i686+win32.xpi

Viel Spaß und Erfolg!

bisher 4 Kommentare 09.August 2007

Linux Swap-Partition als virtuellen Speicher für Windows verwenden

Die Vorteile eines Dual-Boot-Systemes liegen auf der Hand:
Man kann beispielsweise unter Ubuntu arbeiten, Windows XP jedoch für Spiele benutzen. Dabei werden jedoch Ressourcen verschwendet: Unter Linux erstellt man eine Swap-Partition, Windows XP greift auf eigenen virtuellen Speicher zurück, welcher den selben Zweck erfüllt, allerdings nochmals Platz auf einer der Windows-Partitionen belegt. So kann man leicht 2GB Speicherplatz verschwenden. Abhilfe schafft der SwapFS Treiber von http://branten.se/nt/.

Mit ihm ist es möglich, die von Linux benutzte Swap-Partition unter Windows sichtbar zu machen und die Auslagerungsdatei auch auf dieses Laufwerk zu schreiben. Das Ganze funktioniert bei mir tadellos, einzig die Einrichtung erfordert genaue Kenntnis der Partitionstabelle der Festplatte mit Swap-Partition. Einrichtungszeit: 5 Min. Wirklich empfehlenswert!

bisher 2 Kommentare 24.Juli 2007

Linuxsupport für Brother MFC-440CN

An dieser Stelle ein großes Lob an den Druckerhersteller Brother.

Mein Vater hat sich vor einigen Tagen das Multifunktionsgerät MFC-440CN von Brother gekauft. Es hat einen Netzwerkanschluss, und ist so natürlich für die Benutzung von mehreren PCs prädestiniert. Da ich bisher unter Linux meinen IP3000 von Canon betreibe (oder eben nicht…), war ich auf alles gefasst, nur nicht darauf:
Vorbildlicher Support, gute Treiber, präzise Anleitungen. Innerhalb von 20 Minuten konnte ich mit dem Gerät im Netzwerk unter Ubuntu 6.10 scannen und drucken. Wieso bekommen das nicht alle Hersteller so hin? Für mich ist Linuxunterstützung in jedem Fall ein Kaufargument.
Alex

P.S.: Die Herstellerseite mit den Treibern findet sich hier und eine gute Anleitung der Ubuntuusers-Wiki hier.

bisher 1 Kommentar 30.Dezember 2006

“XIO: fatal IO error 104″ in Ubuntu

Wer heute Ubuntu upgedatet hat, bekam eine Fehlermeldung, die in etwa so aussah:

Fatal server error:
no screens found

XIO: fatal IO error 104 (connection reset by peer) on X server “:0.0″ after 0 request, 10 known processed 1 with 0 events remaining.

Das Ganze ist auf das Paket xserver-xorg-core zurückzuführen, welches nach dem Update nicht funktionierte. Wenn ihr jetzt also nur noch mit Kommandozeile dasteht, und nicht mehr in die grafische Oberfläche zurückkehren könnt, ist es möglich, ein Update von Hand einzuspielen.

Bitte in die Kommandozeile nacheinander folgende Befehle eingeben:

wget -c http://people.ubuntu.com/~rodarvus/packages/dapper/xorg-server/xserver-xorg-core_1.0.2-0ubuntu10.4_i386.deb
wget -c http://people.ubuntu.com/~rodarvus/packages/dapper/xorg-server/xserver-xorg-dev_1.0.2-0ubuntu10.4_i386.deb
sudo dpkg -i xserver-xorg-core*.deb

Danach sollte alles wieder funktionieren. Ich finde, dass solche Fehler bei einer Distribution wie Ubuntu nicht passieren dürfen. Wer nicht gerade mehrere PCs hat und das Ubuntu Forum kennt, um nach der Lösung zu suchen, steht vor einem riesigen Problem. Hoffen wir, dass das ein Einzelfall bleibt!

Alex

P.S.: Die Diskussionen im offiziellen Ubuntuforum findet ihr hier und hier. Am 25.8. berichtete auch Golem über das Problem.

bisher 3 Kommentare 22.August 2006

Ubuntu 6.06 LTS ist erschienen

Gestern ist die Version 6.06 (Codename “Dapper Drake”) von Ubuntu (mit Gnome), Kubuntu (mit KDE), Edubuntu (mit Lernprogrammen) und Xubuntu (mit Xfce) erschienen.

Radikale technische Neuerungen sind zwar nicht dabei, trotzdem scheint sich ein Update zu lohnen. Die Live-CD kann jetzt auch als Installations-CD benutzt werden (mit grafischen Installer!), es sind also keine 2 CDs mehr notwendig. Natürlich wurden auch der Kernel und viele Softwarepakete upgedated. Neu ist auch der Long-Term-Support (LTS), der mindestens 3 Jahre Support für Ubuntu 6.06 auf dem Desktop zusichert.
Bei mir wirkt die Version 6.06 etwas schneller und komfortabler als die Version 5.10, bei der Installation gab es keine Probleme. …und da bei mir YAST & YOU in openSUSE 10.1 nicht funktioniert haben, bleibe ich nun erstmal bei Ubuntu.

Die Version 6.06 ist auf ubuntu.com zum Download erhältlich.

Alex

P.S.: Pressemeldungen zur neuen Ubuntu Version finden sich unter anderem bei heise.de und golem.de!

bisher 7 Kommentare 02.Juni 2006

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