| Welchen Wintersport treibt ihr? :: Es gibt keine neueren Themen in diesem Forum. |
| Den Ausstieg aus der Atomkraft |
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madmax
Dem Forum verfallen


Name: Max Blank Anmeldungsdatum: 05.02.2004 Beiträge: 7068 Spiel-Trophäen: 9 'Hall Of Fame' Meinen Charakter anschauen
Alter: 21 |
Verfasst am: Di Jul 28, 2009 13:17 Titel: Atomausstieg - Ja, bitte! oder Nein, danke! |
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Mich würde mal interessieren wieviele von euch für bzw. gegen den Atomausstieg sind.
Schön wäre es vor allem, wenn ihr eure Meinung kurz begründen könntet und sich eine Diskussion ergeben würde.
Meine Meinung lasse ich erstmal außen vor, um niemanden in eine Richtung zu beeinflussen. Wenn ein paar Stimmen abgegeben wurde melde ich mich gern nochmal dazu.
Max
P.S.: Am besten den Link zum Thread weiterschicken und verbreiten, dann können wir das Forum auch mal wieder etwas beleben.  _________________

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Foren-König!!!!!


Anmeldungsdatum: 28.12.2004 Beiträge: 209 Wohnort: HKSB
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Verfasst am: Di Jul 28, 2009 23:22 Titel: |
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hey max
ich tu mich immer schwer bei solchen "dafür, dagegen?" fragen. das sind meistens themen die man mit unserem wissen und aus unsere position heraus nicht eindeutig beantworten kann.
mein erster gedanke gerade:
ich befürworte den atomausstieg, denn...
die geschehnisse rund um asse2 ham für mich gezeigt, dass in deutschland ein verantwortungsvoller umgang mit den produkten die u.a. bei der stromgewinnung entstehen, offenbar schwerfällt bzw. lange zeit vernachlässigt wurde und streckenweise auch wird?! wer weiss....
das gefahrenpotential in diesen abfälle und rückständen ist imho für mensch und natur zu hoch, alsdass ich da einfach sagen könnte "wer weiss...vllt wird ja jetz drauf geschaut". es entsteht auf vor dem hintergrund der letzten störfälle in deutschen akws der eindruck, dass die energiekonzerne uns die ganze zeit erzählt haben "ja, deutsche akws sind die sichersten und tollsten" und dabei die hoch sensible technik und sich selber überschätzt haben bzw bei kontrollen nachlässig wurden.
schlussum: es wurde nicht drauf geschaut, mir kann keiner garantieren, dass in zukunft drauf geschaut wird, bei der gefahr die von dem zeug ausgeht ganz klar: weg damit.
jetzt aber wieder ein andere gedanken...
auf der anderen seite ist da dann natürlich der nachteil von fossilen brennstoffen abhängiger zu werden, namentlich vom öl und gas aus russland, was sich ja schon in jüngerer vergangenheit als problematisch erwiesen hat. umweltfreundlicher als ein akw ist das sicher auch nicht.
außerdem ist der atomausstieg mit preisanstiegen verbunden, weil die verhältnissmäßig billige energie die ein akw erzeugt, natürlich fehlt. dass dieser "ausfall" mit regenerativen energien ohne preisaufschlag aufgefüllt werden kann, glaube ich stand heute, august 2009, nicht.
dann wieder kurz ein pro-argument:
die gefahr einer katastrophe wie 1986 tschernobyl ist mit einem ausstieg gebannt.
darauf folgt dann gleich das contra:
ob jetzt ein deutsches akw oder ein französisches, tschechisches, polnisches akw an der grenze zu D hochgeht/radioaktivität freisetzt, ist dann auch schon wurscht.
...
so gehts die ganze zeit in meinem kopf hin und her und unterm strich steht die erkenntniss, dass ich wohl keine meinung habe, obwohl es mich durchaus beschäftigt...
gruß,
patrick _________________ Wer in der Kaffeepause Tee trinkt, ist noch lange kein Rebell! |
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Xxing
User aus Sucht


Name: Matthias Zorn Anmeldungsdatum: 17.03.2006 Beiträge: 3998 Spiel-Trophäen: 61 'Hall Of Fame' Meinen Charakter anschauen Wohnort: Land der Glücklosen Alter: 20 |
Verfasst am: Do Jul 30, 2009 13:41 Titel: |
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Joa, also für mich kanns auf die Frage nur eine Antwort geben: Atomausstieg: JA
Ich will nicht sagen: Hier jetzt sofort alles abschalten, und ich bin auch absolut dagegen noch mehr auf fossile Brennstoffe angewiesen zu sein (ergo ja, ich bin der Meinung, dass erneuerbare Energien die Lösung sind, und nein, ich glaube nicht, dass das von heute auf morgen funktioniert). Kann sein, dass das mit Preisanstiegen verbunden ist, aber meiner Meinung nach sind die Risiken und Gefahren von Atomkraftwerken wesentlich schlimmer.
Und ja, natürlich ist es effektiv wurst, ob das jetzt ein Atomkraftwerk in Deutschland ist, oder nur eines an der deutschen Grenze. Deswegen ist Atomausstieg auch nichts, wo wir nur national drüber reden müssen. Aber "irgendwer muss mal anfangen". _________________ Die Wissenschaft sucht nach dem Perpetuum mobile - sie hat es gefunden: Sie ist es selbst.
Manchmal verliert man, manchmal gewinnen die anderen, und manchmal wirds ein Unentschieden und man steigt trotzdem ab. |
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madmax
Dem Forum verfallen


Name: Max Blank Anmeldungsdatum: 05.02.2004 Beiträge: 7068 Spiel-Trophäen: 9 'Hall Of Fame' Meinen Charakter anschauen
Alter: 21 |
Verfasst am: Mi Aug 12, 2009 14:27 Titel: |
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So, da sich dann doch erstmal keiner mehr gemeldet hat, werde ich meine persönliche Meinung doch schonmal einfließen lassen.
Im Grunde wurde das meiste auch schon genannt und ich kann mich ganz faul darauf berufen ;)
Zunächst mal: Ich bin vollkommen einer Meinung mit Matthias.
Das Risiko des Atomstroms rechtfertigt für mich in keinster Weise die vermeintlich geringeren Kosten.
Und man sollte sich auch darüber im Klaren sein, dass Atomstrom nur durch Subventionen kostengünstig gehalten wird. Ansonsten sähe die Sache ganz anders aus. Ganz interessant ist hierzu dieser Artikel, dessen Inhalt vor einem Jahr schonmal bei Frontal21 besprochen wurde. http://frontal21.zdf.de/ZDFde/inhalt/2/0,1872,7380194,00.html
Vorallem bedenklich: Durch Subventionen fördert jeder deutsche Steuerzahler mehr oder weniger ungefragt Atomstrom in Deutschland.
Das Argument mit der stärkeren Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen kann ich verstehen. Die Atomindustrie will uns ja auch immer weiß machen, AKW wären "Klimaschützer" etc.
Allerdings sollte man sich hier vor Augen führen, dass ein AKW sehr wohl ebenfalls CO2 produziert und das nicht in geringen Mengen. Schließlich müssen die Ausgangsstoffe wie Uran von entfernten Länder bezogen werden und lange Transportwege schaden dann in ähnlichem Maße der Umwelt, wie ein konventionelles Kraftwerk mit fossilen Brennstoffen.
Nebenbei wird man dann auch gleich von Ländern mit Uranvorkommen (zb. Afrika) abhängig.
Zu einem Atomausstieg gehört für mich ein Einstieg in erneuerbare Energien dazu und das ist auch kein an den Haaren herbeigezogener Wunschtraum ;)
Erst heute stand in der SZ, dass die Stadt München plant bis 2015 alle Privathaushalte aus erneuerbaren Energiequellen zu versorgen und einige Jahre später sollen die Unternehmen folgen.
Soweit zu meiner Meinung, ich hoffe es geht doch noch eine Diskussion zusammen, weil ansonsten sind wir drei einzigen ja so gut wie einer Meinung..
Max _________________

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